AGB und Nutzungsbedingung der Selfhost – Ludwig Richter – nachfolgend Anbieter genannt
STAND: 01.06.2026
Inhaltsverzeichnis/Schnellübersicht
- Vertragspartner und Geltungsbereich
- Vertragsschluss und Bestellprozess
- Besondere Bestimmungen für Domainleistungen
- Pflichten des Kunden bei Domaindienstleistungen
- Domainregistrierung, Verfügbarkeit und Vergabe
- Vertragsdauer, Verlängerung, Kündigung und Abwicklung von Domainleistungen
- Vertragsdauer, Verlängerung, Kündigung und Abwicklung sonstiger wiederkehrender Leistungen
- Preise, Zahlungsbedingungen, Fälligkeit und Verzug
- Einschränkung von Leistungen, Sperrung, Nichtverlängerung und sonstige Maßnahmen
- Rechte Dritter, Domainstreitigkeiten und Freistellung
- Widerrufsrecht für Verbraucher
- Haftung
- Datenschutz und Datenweitergabe bei Domainleistungen
- Webhosting, Speicherplatz und technische Verfügbarkeit
- E-Mail-Dienste
- vServer
- Dyn-DNS
- WordPress-Hosting
- Webdesign
- Auftragsverarbeitung
- Unentgeltliche Leistungen und selfHOST Free
- Meldung rechtswidriger Inhalte und Maßnahmen nach dem Digital Services Act
- Anbieterwechsel und Datenexport bei Datenverarbeitungsdiensten
- Schlussbestimmungen
1. Vertragspartner und Geltungsbereich
1.1 Vertragspartner des Kunden und Verwender dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist Ludwig Richter, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung Selfhost, Grimmaische Strasse 14, 04720 Döbeln, Deutschland, nachfolgend Selfhost genannt.
1.2 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Selfhost und dem Kunden über Domainleistungen, Webhosting, E-Mail-Dienste, vServer, Dyn-DNS, WordPress-Hosting, Webdesign sowie hiermit zusammenhängende Leistungen, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
1.3 Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn Selfhost ihrer Geltung im Einzelfall nicht ausdrücklich widerspricht. Dies gilt auch dann, wenn Selfhost in Kenntnis entgegenstehender, ergänzender oder abweichender Bedingungen des Kunden Leistungen vorbehaltlos erbringt. Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn und soweit Selfhost ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
1.4 Individuelle Vereinbarungen zwischen Selfhost und dem Kunden bleiben unberührt. Zur Klarstellung und Nachweisbarkeit sollen individuelle Vereinbarungen in Textform dokumentiert werden.
2. Vertragsschluss und Bestellprozess
2.1 Die Darstellung von Domains, Leistungen und Preisen auf der Website, in Kundenbereichen, Preislisten oder sonstigen Leistungsbeschreibungen stellt kein rechtlich bindendes Angebot von Selfhost dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, eine Bestellung abzugeben.
2.2 Angaben zur Verfügbarkeit einer Domain beruhen auf dem jeweiligen Zeitpunkt der Abfrage und sind unverbindlich. Aus einer angezeigten Verfügbarkeit ergibt sich kein Anspruch des Kunden auf Registrierung, Verlängerung, Übertragung oder sonstige Verwaltung der Domain.
2.3 Der Kunde gibt durch Abschluss des Bestellvorgangs, insbesondere durch Betätigung der hierfür vorgesehenen Schaltfläche, ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Vertrags über die ausgewählten Leistungen ab. Vor Abgabe der Bestellung kann der Kunde seine Eingaben im Rahmen des Bestellvorgangs prüfen und ändern.
2.4 Selfhost kann das Angebot des Kunden durch ausdrückliche Annahmeerklärung in Textform, durch Bereitstellung oder Freischaltung der bestellten Leistung, durch Bestätigung der erfolgreichen Registrierung oder Übertragung einer Domain oder durch Beginn der Leistungserbringung annehmen.
2.5 Eine automatische Eingangsbestätigung, eine Bestellübersicht oder eine sonstige technische Bestätigung des Zugangs der Bestellung stellt noch keine Annahme des Angebots des Kunden dar, sofern Selfhost nicht ausdrücklich etwas anderes erklärt.
2.6 Soweit der Kunde die Registrierung, Übertragung oder Verlängerung einer Domain beauftragt, steht die Leistungspflicht von Selfhost unter dem Vorbehalt, dass die jeweilige Domain nach den Vorgaben der zuständigen Registry, Vergabestelle, des Registrars oder sonstiger an der Domainvergabe beteiligter Stellen tatsächlich registriert, übertragen oder verlängert werden kann. Ist dies nicht möglich, wird Selfhost den Kunden hierüber informieren; bereits gezahlte Entgelte für die nicht erbrachte Domainleistung werden dem Kunden erstattet.
2.7 Selfhost ist berechtigt, eine Bestellung abzulehnen, wenn objektive Gründe gegen die Annahme sprechen. Dies gilt insbesondere, wenn die bestellte Domain offensichtlich rechtswidrig ist, gegen Vorgaben einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars verstößt, technische oder organisatorische Gründe der Leistungserbringung entgegenstehen oder der Kunde erforderliche Angaben nicht, nicht vollständig oder nicht richtig macht.
3. Besondere Bestimmungen für Domainleistungen
3.1 Selfhost erbringt Domainleistungen als Domain-Reseller. Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, ist Selfhost nicht selbst Registry oder Vergabestelle der jeweiligen Domainendung. Die Registrierung, Verlängerung, Verwaltung, Übertragung oder Löschung von Domains erfolgt regelmäßig unter Einbindung eines Registrars, einer Registry, einer Vergabestelle oder sonstiger an der Domainvergabe beteiligter Stellen.
3.2 Art, Umfang und Beschaffenheit der von Selfhost zu erbringenden Leistungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess, der Auftragsbestätigung und diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
3.3 Selfhost ist berechtigt, die Registrierung, Verlängerung, Verwaltung, Übertragung oder Löschung von Domains über einen geeigneten Registrar, eine geeignete Registry, Vergabestelle oder sonstige an der Domainvergabe beteiligte Stelle abzuwickeln, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
3.4 Für einzelne Domainendungen können ergänzende Registrierungsbedingungen, Vergaberichtlinien, Verfahrensordnungen oder technische Vorgaben der jeweils zuständigen Registry, Vergabestelle, des Registrars oder sonstiger an der Domainvergabe beteiligter Stellen gelten. Solche zusätzlichen Bedingungen werden nur Vertragsbestandteil, soweit sie dem Kunden vor Vertragsschluss zugänglich gemacht und wirksam in den Vertrag einbezogen werden.
3.5 Selfhost schuldet nicht die erfolgreiche Zuteilung, Registrierung, Übertragung, Verlängerung oder den dauerhaften Bestand einer bestimmten Domain, soweit diese von Entscheidungen, Vorgaben oder technischen Abläufen der jeweils zuständigen Registry, Vergabestelle, des Registrars oder sonstiger an der Domainvergabe beteiligter Stellen abhängen. Selfhost schuldet insoweit die ordnungsgemäße Bearbeitung der vom Kunden beauftragten Domainleistung im Rahmen der technischen, rechtlichen und organisatorischen Vorgaben der jeweils beteiligten Stellen.
3.6 Die Registrierung einer Domain begründet kein Eigentum an der Domain, sondern eine nach Maßgabe der jeweils anwendbaren Registrierungsbedingungen bestehende Nutzungs- und Verwaltungsposition des Domaininhabers.
4. Pflichten des Kunden bei Domaindienstleistungen
4.1 Der Kunde ist verpflichtet, alle für die Bestellung, Registrierung, Verlängerung, Verwaltung, Übertragung oder Löschung einer Domain erforderlichen Angaben vollständig, richtig und aktuell zu machen. Dies gilt insbesondere für Domainnamen, Domainendungen, Inhaberdaten, Kontakt- und Rechnungsdaten sowie sonstige für die jeweilige Domainleistung erforderliche Angaben.
4.2 Der Kunde ist verpflichtet, Änderungen der von ihm angegebenen Daten unverzüglich mitzuteilen oder, soweit hierfür ein Kundenkonto oder eine Verwaltungsoberfläche bereitgestellt wird, selbst zu aktualisieren. Dies gilt insbesondere, wenn die Richtigkeit oder Erreichbarkeit der angegebenen Kontakt- oder Inhaberdaten für die Registrierung, Verwaltung oder Aufrechterhaltung einer Domain erforderlich ist.
4.3 Der Kunde ist verpflichtet, vor Beauftragung einer Domainregistrierung oder Domainübertragung eigenverantwortlich zu prüfen, ob die gewünschte Domain oder ihre vorgesehene Nutzung Rechte Dritter oder gesetzliche Vorschriften verletzt. Dies gilt insbesondere für Namensrechte, Kennzeichenrechte, Markenrechte, Unternehmenskennzeichen, Urheberrechte, Wettbewerbsrecht sowie straf- oder ordnungsrechtliche Vorschriften.
4.4 Selfhost ist nicht verpflichtet, die vom Kunden gewünschte Domain, deren Registrierung oder deren Nutzung rechtlich zu prüfen oder dauerhaft zu überwachen. Die Verantwortung für die Auswahl der Domain und deren Nutzung liegt beim Kunden.
4.5 Der Kunde darf die Leistungen von Selfhost nicht für rechtswidrige Zwecke nutzen. Unzulässig ist insbesondere eine Nutzung, die Rechte Dritter verletzt, gegen gesetzliche Vorschriften verstößt, missbräuchlich ist oder die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Systeme von Selfhost, beteiligter Registrare, Registries, Vergabestellen oder Dritter beeinträchtigen kann.
4.6 Soweit der Kunde eine Domain nicht für sich selbst, sondern für eine andere Person registrieren, übertragen oder verwalten lässt, ist der Kunde verpflichtet, sicherzustellen, dass er hierzu berechtigt ist und die hierfür erforderlichen Erklärungen, Zustimmungen und Daten rechtmäßig bereitstellt.
4.7 Der Kunde ist verpflichtet, an Maßnahmen mitzuwirken, die für die Registrierung, Verlängerung, Übertragung, Verwaltung, Verifizierung oder Aufrechterhaltung einer Domain erforderlich sind. Dies gilt insbesondere für Bestätigungen, Authentifizierungen, Verifizierungen von Kontaktdaten, Auth-Codes, Transferfreigaben oder sonstige erforderliche Mitwirkungshandlungen gegenüber Selfhost, einem Registrar, einer Registry, einer Vergabestelle oder einer sonstigen an der Domainvergabe beteiligten Stelle.
4.8 Der Kunde ist verpflichtet, sichere Zugangsdaten für sein Kundenkonto, eine Verwaltungsoberfläche und sonstige Zugänge zu Leistungen von Selfhost zu wählen, diese sorgfältig zu verwahren, geheim zu halten und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Der Kunde hat Selfhost unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass unbefugte Dritte Kenntnis von Zugangsdaten erlangt haben oder ein Zugang missbräuchlich genutzt wird. Der Kunde hat Leistungen zu bezahlen, die über seine Zugangsdaten bestellt oder genutzt werden, soweit er die Nutzung durch Dritte zu vertreten hat. Gesetzliche Rechte und Einwendungen des Kunden bleiben unberührt.
4.9 Soweit der Kunde technische Einstellungen, insbesondere DNS-Einstellungen, Nameserver, Weiterleitungen oder sonstige Konfigurationen selbst vornimmt oder veranlasst, ist er für deren Richtigkeit, Rechtmäßigkeit und technische Auswirkungen verantwortlich.
5. Domainregistrierung, Verfügbarkeit und Vergabe
5.1 Angaben zur Verfügbarkeit einer Domain beruhen auf dem jeweiligen Zeitpunkt der Abfrage und sind unverbindlich. Eine als verfügbar angezeigte Domain kann bis zur tatsächlichen Registrierung durch die zuständige Registry, Vergabestelle, den Registrar oder eine sonstige an der Domainvergabe beteiligte Stelle anderweitig vergeben werden oder aus sonstigen Gründen nicht registrierbar sein.
5.2 Selfhost wird den Auftrag des Kunden zur Registrierung, Verlängerung, Übertragung oder sonstigen Verwaltung einer Domain im Rahmen der technischen, rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten bearbeiten und, soweit erforderlich, an den zuständigen Registrar, die zuständige Registry, Vergabestelle oder eine sonstige an der Domainvergabe beteiligte Stelle weiterleiten.
5.3 Eine Domain gilt erst dann als registriert, verlängert oder übertragen, wenn die jeweilige Maßnahme durch die zuständige Registry, Vergabestelle, den Registrar oder eine sonstige hierfür zuständige Stelle erfolgreich durchgeführt oder bestätigt wurde.
5.4 Selfhost schuldet keine Vorabreservierung einer Domain, soweit eine solche nicht ausdrücklich vereinbart wurde und nach den Vorgaben der jeweils zuständigen Registry, Vergabestelle oder des Registrars technisch und rechtlich möglich ist.
5.5 Die Registrierung, Verlängerung oder Übertragung einer Domain kann insbesondere daran scheitern, dass die Domain bereits vergeben ist, Registrierungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind, erforderliche Mitwirkungshandlungen des Kunden ausbleiben, Angaben des Kunden unvollständig oder unrichtig sind, erforderliche Verifizierungen nicht erfolgen oder Vorgaben der jeweils zuständigen Registry, Vergabestelle oder des Registrars entgegenstehen.
5.6 Ist die Registrierung, Verlängerung oder Übertragung einer Domain aus Gründen nicht möglich, die Selfhost nicht zu vertreten hat, wird Selfhost den Kunden hierüber informieren. Bereits gezahlte Entgelte für die nicht erbrachte Domainleistung werden dem Kunden erstattet, soweit Selfhost hierfür keine eigenen Aufwendungen oder Fremdkosten entstanden sind, die nach der getroffenen Vereinbarung vom Kunden zu tragen sind. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
6. Vertragsdauer, Verlängerung, Kündigung und Abwicklung von Domainleistungen
6.1 Die Vertragsdauer für einzelne Domainleistungen ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess oder einer gesonderten Vereinbarung. Soweit dort nichts anderes angegeben ist, wird der Vertrag über eine Domainleistung zunächst für eine Laufzeit von zwölf Monaten geschlossen.
6.2 Nach Ablauf der vereinbarten Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit, sofern er nicht rechtzeitig gekündigt wird. Der Kunde kann den Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen, soweit nicht ausdrücklich eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart ist.
6.3 Während einer vereinbarten Mindestlaufzeit kann der Vertrag ordentlich nur zum Ende dieser Mindestlaufzeit gekündigt werden. Die Kündigung muss Selfhost spätestens einen Monat vor Ablauf der jeweiligen Mindestlaufzeit zugehen, soweit im Einzelfall keine kürzere Kündigungsfrist vereinbart ist.
6.4 Die Kündigung kann in Textform, insbesondere per E-Mail, oder über die von Selfhost hierfür bereitgestellten Funktionen im Kundenkonto erklärt werden. Soweit Selfhost Verbrauchern den Abschluss eines Vertrags über eine Website ermöglicht, stellt Selfhost Verbrauchern auch eine gesetzlich vorgesehene Möglichkeit zur Online-Kündigung zur Verfügung.
6.5 Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für Selfhost insbesondere vor, wenn der Kunde wesentliche Vertragspflichten erheblich oder wiederholt verletzt, die Domain oder ihre Nutzung gegen gesetzliche Vorschriften, Rechte Dritter oder verbindliche Vorgaben einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars verstößt oder die Fortsetzung des Vertrags für Selfhost unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls unzumutbar ist.
6.6 Beauftragt der Kunde während der Vertragslaufzeit die Löschung einer Domain oder den Transfer der Domain zu einem anderen Anbieter, gilt dies im Zweifel als Kündigung der betreffenden Domainleistung zum nächstmöglichen zulässigen Zeitpunkt, soweit der Kunde nicht ausdrücklich etwas anderes erklärt. Bereits entstandene Zahlungsansprüche von Selfhost bleiben unberührt. Eine Erstattung bereits gezahlter Entgelte erfolgt nur, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist oder gesetzlich vorgeschrieben ist.
6.7 Mit Wirksamwerden der Kündigung oder sonstigen Beendigung der Domainleistung enden die Leistungspflichten von Selfhost hinsichtlich der betreffenden Domain. Der Kunde ist dafür verantwortlich, rechtzeitig vor Vertragsende einen Transfer der Domain zu einem anderen Anbieter zu veranlassen, wenn er die Domain nach Vertragsende weiter nutzen möchte.
6.8 Erfolgt bis zum Vertragsende kein erfolgreicher Transfer der Domain zu einem anderen Anbieter und wurde keine andere zulässige Abwicklungsweise vereinbart, ist Selfhost berechtigt, die Domain nach Maßgabe der jeweils anwendbaren Registrierungsbedingungen zu löschen, freizugeben oder in die Verwaltung der zuständigen Registry, Vergabestelle oder eines Registrars zu überführen. Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass hierdurch Rechte oder Nutzungsmöglichkeiten an der Domain verloren gehen können und dass bei einer Überführung in die Verwaltung einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars gesonderte Pflichten oder Kosten gegenüber dieser Stelle entstehen können.
6.9 Bereits entstandene Zahlungsansprüche von Selfhost bleiben von einer Kündigung, Löschung oder einem Transfer unberührt. Soweit der Kunde Verbraucher ist, bleiben gesetzliche Erstattungsansprüche unberührt.
7. Vertragsdauer, Verlängerung, Kündigung und Abwicklung sonstiger wiederkehrender Leistungen
7.1 Die Vertragsdauer für wiederkehrende Leistungen, insbesondere Webhosting, E-Mail-Dienste, vServer, Dyn-DNS und WordPress-Hosting, ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess oder einer gesonderten Vereinbarung.
7.2 Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, werden wiederkehrende Leistungen auf unbestimmte Zeit geschlossen und können von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.
7.3 Ist eine Mindestlaufzeit vereinbart, kann der Vertrag während dieser Mindestlaufzeit ordentlich nur zum Ende der Mindestlaufzeit gekündigt werden. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kann der Vertrag jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden, soweit keine kürzere Kündigungsfrist vereinbart ist.
7.4 Die Kündigung kann in Textform, insbesondere per E-Mail, oder über die von Selfhost hierfür bereitgestellten Funktionen im Kundenkonto erklärt werden. Soweit Selfhost Verbrauchern den Abschluss eines Vertrags über eine Website ermöglicht, stellt Selfhost Verbrauchern auch eine gesetzlich vorgesehene Möglichkeit zur Online-Kündigung zur Verfügung.
7.5 Nach Beendigung der jeweiligen Leistung ist der Kunde verpflichtet, seine Daten, Inhalte, Konfigurationen und sonstigen Informationen rechtzeitig eigenständig zu sichern und zu exportieren, soweit ihm dies technisch möglich ist und soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Besondere Regelungen zur Datenlöschung bei einzelnen Leistungen bleiben unberührt.
8. Preise, Zahlungsbedingungen, Fälligkeit und Verzug
8.1 Die vom Kunden zu zahlenden Entgelte ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess, der Auftragsbestätigung oder einer gesonderten Vereinbarung.
8.2 Entgelte für wiederkehrende Leistungen, insbesondere Domainleistungen, Webhosting, E-Mail-Dienste, vServer, Dyn-DNS und WordPress-Hosting, werden, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, im Voraus für die jeweilige Vertrags- oder Abrechnungsperiode berechnet. Entgelte für einmalige Leistungen, insbesondere Webdesign- oder Einrichtungsleistungen, werden nach Maßgabe des Angebots, der Auftragsbestätigung oder einer gesonderten Vereinbarung fällig.
8.3 Die erste Abrechnungsperiode beginnt bei wiederkehrenden Leistungen mit Bereitstellung oder Freischaltung der jeweiligen Leistung, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Bei Neuregistrierungen von Domains beginnt die erste Abrechnungsperiode frühestens mit erfolgreicher Registrierung der Domain; bei Domainübertragungen frühestens mit erfolgreicher Übernahme der Domain in die Verwaltung von Selfhost oder des von Selfhost eingesetzten Registrars.
8.4 Eine folgende Abrechnungsperiode beginnt jeweils mit Ablauf der vorherigen Abrechnungsperiode, sofern die betreffende wiederkehrende Leistung nicht rechtzeitig gekündigt oder aus sonstigen Gründen beendet wurde.
8.5 Rechnungen werden dem Kunden elektronisch, insbesondere per E-Mail oder über ein Kundenkonto, zur Verfügung gestellt, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist oder zwingende gesetzliche Vorgaben entgegenstehen.
8.6 Zahlungen sind mit Zugang der Rechnung fällig, soweit im Bestellprozess, in der Rechnung oder in einer gesonderten Vereinbarung kein späterer Fälligkeitszeitpunkt angegeben ist.
8.7 Die Zahlung erfolgt über die im jeweiligen Bestellprozess oder Kundenkonto angebotenen Zahlungsmethoden. Selfhost ist nicht verpflichtet, bestimmte Zahlungsmethoden dauerhaft anzubieten, sofern dem Kunden mindestens eine zumutbare Zahlungsmöglichkeit zur Verfügung steht.
8.8 Scheitert eine Zahlung oder kommt der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, kann Selfhost dem Kunden die hierdurch entstandenen erforderlichen und nachweisbaren Kosten in Rechnung stellen, soweit der Kunde das Scheitern der Zahlung oder den Verzug zu vertreten hat. Dies gilt insbesondere für erforderliche Kosten aufgrund von Rücklastschriften, Rückbuchungen, fehlgeschlagenen Kreditkartenzahlungen, unzureichender Kontodeckung oder berechtigten Zahlungserinnerungen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass Selfhost kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
8.9 Kommt der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, ist Selfhost berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen. Gegenüber Verbrauchern beträgt der Verzugszinssatz fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Bei Entgeltforderungen aus Rechtsgeschäften, an denen kein Verbraucher beteiligt ist, beträgt der Verzugszinssatz neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.
8.10 Gerät der Kunde mit fälligen Entgelten in Verzug, kann Selfhost die weitere Leistungserbringung nach vorheriger Ankündigung und erfolglosem Ablauf einer angemessenen Frist zurückbehalten oder einschränken, soweit dies unter Berücksichtigung der beiderseitigen Interessen angemessen ist. Weitergehende Rechte von Selfhost, insbesondere nach den Regelungen zur Einschränkung, Sperrung, Nichtverlängerung, Löschung und Abwicklung von Leistungen, bleiben unberührt.
8.11 Selfhost ist berechtigt, die Entgelte für wiederkehrende Leistungen mit Wirkung für zukünftige Vertrags- oder Abrechnungsperioden anzupassen, wenn sich nach Vertragsschluss Kosten ändern, die für die Preisbildung der jeweiligen Leistung maßgeblich sind. Maßgebliche Kostenfaktoren sind insbesondere Kosten von Registraren, Registries, Vergabestellen, Rechenzentren, Infrastruktur- und Netzbetreibern, Software- und Lizenzkosten, Kosten für Zahlungsabwicklung, Kundenbetreuung, Abrechnung, Energie, technische Betriebs- und Infrastrukturkosten sowie Kosten infolge geänderter gesetzlicher, behördlicher oder regulatorischer Anforderungen.
8.12 Eine Preisanpassung erfolgt nur nach billigem Ermessen und nur in dem Umfang, in dem sich die maßgeblichen Kostenfaktoren verändert haben. Kostensenkungen sind zugunsten des Kunden zu berücksichtigen. Kostensteigerungen dürfen nur berücksichtigt werden, soweit sie nicht durch Kostensenkungen in anderen für die jeweilige Leistung maßgeblichen Bereichen ausgeglichen werden.
8.13 Selfhost wird Preisänderungen spätestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform ankündigen. Die Ankündigung enthält den Zeitpunkt des Wirksamwerdens, den Umfang der Preisänderung und die wesentlichen Gründe der Anpassung.
8.14 Im Fall einer Preiserhöhung ist der Kunde berechtigt, die von der Preiserhöhung betroffene Leistung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preiserhöhung zu kündigen. Hierauf wird Selfhost den Kunden in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen. Kündigt der Kunde nicht, gilt die geänderte Vergütung ab dem angekündigten Zeitpunkt, frühestens jedoch ab Beginn der nächsten Vertrags- oder Abrechnungsperiode.
8.15 Preissenkungen kann Selfhost ohne Kündigungsrecht des Kunden ab dem angekündigten Zeitpunkt berücksichtigen.
8.16 Änderungen von Steuern, Abgaben, Gebühren oder sonstigen hoheitlich auferlegten Belastungen, die sich unmittelbar auf die jeweilige Leistung auswirken, darf Selfhost in entsprechendem Umfang an den Kunden weitergeben, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Satz 1 gilt entsprechend, wenn solche Belastungen sinken oder entfallen.
9. Einschränkung von Leistungen, Sperrung, Nichtverlängerung und sonstige Maßnahmen
9.1 Selfhost ist berechtigt, Leistungen vorübergehend einzuschränken, zurückzuhalten oder zu sperren, soweit hierfür ein sachlicher Grund besteht und die Maßnahme unter Berücksichtigung der Interessen des Kunden angemessen ist.
9.2 Ein sachlicher Grund liegt insbesondere vor, wenn
a. der Kunde mit fälligen Zahlungen in Verzug ist und eine von Selfhost gesetzte angemessene Zahlungsfrist erfolglos abgelaufen ist,
b. der Kunde wesentliche Pflichten aus diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verletzt,
c. vom Kunden angegebene Daten unrichtig, unvollständig oder nicht mehr aktuell sind und dies die Bestellung, Bereitstellung, Verwaltung, Verifizierung oder Aufrechterhaltung einer Leistung beeinträchtigt,
d. erforderliche Mitwirkungshandlungen, Bestätigungen, Authentifizierungen oder Verifizierungen des Kunden ausbleiben,
e. konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Domain, ein Inhalt, eine technische Konfiguration, ein Server, ein E-Mail-Konto oder eine sonstige Nutzung der Leistungen Rechte Dritter verletzt oder gegen gesetzliche Vorschriften verstößt,
f. die Nutzung der Leistungen die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Systeme von Selfhost, anderer Kunden, beteiligter Registrare, Registries, Vergabestellen, Netzbetreiber, Zertifizierungsstellen oder Dritter gefährdet,
g. Selfhost aufgrund gesetzlicher Vorschriften, vollziehbarer behördlicher Anordnungen, gerichtlicher Entscheidungen oder verbindlicher Vorgaben einer Registry, Vergabestelle, eines Registrars, einer Zertifizierungsstelle, eines Netzbetreibers oder sonstiger beteiligter Stellen zu einer Maßnahme verpflichtet ist.
9.3 Selfhost wird den Kunden vor einer Einschränkung, Sperrung, Nichtverlängerung, Löschung oder sonstigen Maßnahme grundsätzlich informieren und ihm Gelegenheit zur Abhilfe geben, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist. Eine vorherige Information ist nicht erforderlich, wenn sofortiges Handeln erforderlich ist, insbesondere zur Abwehr erheblicher Schäden, zur Einhaltung gesetzlicher oder behördlicher Vorgaben, zur Umsetzung gerichtlicher Entscheidungen, zur Erfüllung verbindlicher Vorgaben einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars oder zur Abwehr von Sicherheitsrisiken.
9.4 Maßnahmen nach diesem Abschnitt sind auf das erforderliche und angemessene Maß zu beschränken. Selfhost wird eine Einschränkung oder Sperrung aufheben, sobald der Grund hierfür entfallen ist und keine sonstigen Gründe entgegenstehen.
9.5 Befindet sich der Kunde mit fälligen Entgelten für eine Domainleistung trotz angemessener Fristsetzung in Verzug, ist Selfhost berechtigt, die betreffende Domainleistung nicht zu verlängern oder eine Verlängerung zurückzuhalten, soweit die rechtzeitige Zahlung für die Verlängerung erforderlich ist. Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass eine nicht rechtzeitig verlängerte Domain nach den Bedingungen der jeweils zuständigen Registry, Vergabestelle oder des Registrars gelöscht, freigegeben oder anderweitig vergeben werden kann.
9.6 Selfhost ist berechtigt, eine Domain zu sperren, technisch unerreichbar zu machen, nicht weiter zu verwalten, zu löschen oder freizugeben, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, durch eine vollziehbare behördliche Anordnung, gerichtliche Entscheidung oder verbindliche Vorgabe einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars verlangt wird oder soweit die Voraussetzungen einer außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund vorliegen.
9.7 Wird eine Maßnahme nach diesem Abschnitt durch einen Umstand erforderlich, den der Kunde zu vertreten hat, bleiben Zahlungsansprüche von Selfhost für bereits erbrachte Leistungen sowie für laufende Vertrags- oder Abrechnungsperioden unberührt, soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Rechte des Kunden entgegenstehen. Dies gilt insbesondere, wenn die Nutzung einer Domain oder sonstigen Leistung aufgrund eines vom Kunden zu vertretenden Umstands eingeschränkt, gesperrt oder ausgesetzt wird.
9.8 Das Recht von Selfhost zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
10. Rechte Dritter, Domainstreitigkeiten und Freistellung
10.1 Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm beauftragte Domain, deren Registrierung, Übertragung, Verwaltung und Nutzung keine Rechte Dritter verletzt und nicht gegen gesetzliche Vorschriften verstößt. Dies gilt insbesondere für Namensrechte, Markenrechte, Unternehmenskennzeichen, sonstige Kennzeichenrechte, Urheberrechte, Wettbewerbsrecht sowie straf- oder ordnungsrechtliche Vorschriften.
10.2 Selfhost nimmt keine rechtliche Prüfung der vom Kunden beauftragten Domain, ihrer Registrierung oder ihrer Nutzung vor. Eine Prüfungspflicht von Selfhost besteht nur, soweit sie gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist.
10.3 Werden gegenüber Selfhost, einem von Selfhost eingesetzten Registrar, einer Registry, Vergabestelle oder sonstigen an der Domainvergabe beteiligten Stelle Ansprüche, Beschwerden oder Hinweise wegen einer möglichen Rechtsverletzung durch eine Domain oder deren Nutzung geltend gemacht, ist der Kunde verpflichtet, Selfhost auf Anforderung unverzüglich alle zur Prüfung und Bearbeitung erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen und an der Klärung mitzuwirken.
10.4 Liegen konkrete Anhaltspunkte für eine Rechtsverletzung vor oder werden Ansprüche Dritter wegen einer Domain oder deren Nutzung geltend gemacht, ist Selfhost berechtigt, nach Maßgabe von Ziffer 9 angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Hierzu können insbesondere die vorübergehende Einschränkung von Leistungen, Sperrung, technische Unerreichbarmachung, Nichtverlängerung, Löschung oder Freigabe der Domain gehören, soweit dies erforderlich und angemessen ist oder von einer zuständigen Stelle verlangt wird.
10.5 Der Kunde stellt Selfhost von Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer vom Kunden zu vertretenden rechtswidrigen Registrierung, Übertragung, Verwaltung oder Nutzung einer Domain gegen Selfhost geltend gemacht werden. Die Freistellung umfasst auch die erforderlichen Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung, soweit der Kunde die Rechtsverletzung zu vertreten hat. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
10.6 Der Kunde ist verpflichtet, Selfhost unverzüglich zu informieren, wenn ihm ein gerichtliches, behördliches, außergerichtliches oder schiedsgerichtliches Verfahren bekannt wird, das eine von Selfhost für den Kunden verwaltete Domain betrifft.
10.7 Für bestimmte Domainendungen können verbindliche Streitbeilegungsverfahren, Schiedsordnungen, Registrierungsbedingungen oder sonstige Verfahrensregeln gelten, insbesondere die Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy der ICANN oder vergleichbare Verfahren anderer Registries oder Vergabestellen. Der Kunde erkennt an, dass Selfhost, ein Registrar, eine Registry oder eine Vergabestelle verpflichtet sein kann, Entscheidungen oder Maßnahmen aus solchen Verfahren nach Maßgabe der jeweils anwendbaren Bedingungen umzusetzen. Die UDRP ist ein ICANN-Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten über die Registrierung und Nutzung von Domainnamen und gilt für gTLDs über die jeweiligen Registrierungsvereinbarungen.
10.8 Selfhost ist berechtigt, Maßnahmen umzusetzen, die aufgrund vollziehbarer behördlicher Anordnungen, gerichtlicher Entscheidungen, verbindlicher Entscheidungen in anwendbaren Domainstreitverfahren oder verbindlicher Vorgaben einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars erforderlich sind. Dies kann insbesondere die Sperrung, Übertragung, Löschung, Freigabe oder sonstige Änderung des Status einer Domain umfassen.
10.9 Während eines anhängigen gerichtlichen, behördlichen, außergerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Verfahrens über eine Domain kann Selfhost die Übertragung der Domain auf einen Dritten oder sonstige Änderungen an der Domain zurückstellen, soweit dies zur Wahrung der Rechte der Beteiligten, zur Vermeidung weiterer Rechtsverletzungen oder zur Einhaltung der anwendbaren Verfahrensregeln, Registry-, Vergabestellen- oder Registrarvorgaben erforderlich ist. Dies gilt auch für einen angemessenen Zeitraum nach Abschluss des Verfahrens, soweit die anwendbaren Verfahrensregeln oder Vorgaben der beteiligten Stellen dies vorsehen.
10.10 Der Kunde stellt Selfhost von Ansprüchen Dritter frei, die daraus entstehen, dass Selfhost rechtmäßig Maßnahmen nach Ziffer 10 oder nach Ziffer 9 umsetzt, insbesondere aufgrund behördlicher Anordnungen, gerichtlicher Entscheidungen, verbindlicher Entscheidungen in anwendbaren Domainstreitverfahren oder verbindlicher Vorgaben einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars, soweit der Kunde den zugrunde liegenden Umstand zu vertreten hat. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
11. Widerrufsrecht für Verbraucher
11.1 Ist der Kunde Verbraucher, steht ihm bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften zu. Einzelheiten ergeben sich aus der von Selfhost bereitgestellten Widerrufsbelehrung.
11.2 Soweit der Verbraucher verlangt, dass Selfhost mit der Ausführung einer Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, muss der Verbraucher hierzu ausdrücklich zustimmen. Selfhost wird den Verbraucher vor Beginn der Ausführung über die gesetzlichen Folgen eines solchen Verlangens informieren.
11.3 Das Widerrufsrecht des Verbrauchers kann bei Dienstleistungen nach den gesetzlichen Vorschriften vorzeitig erlöschen, soweit Selfhost die betreffende Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass Selfhost vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und der Verbraucher seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch Selfhost verliert.
11.4 Widerruft der Verbraucher einen Vertrag, nachdem er ausdrücklich verlangt hat, dass Selfhost mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, kann der Verbraucher nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften zum Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung verpflichtet sein.
12. Haftung
12.1 Selfhost haftet unbeschränkt für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung von Selfhost, eines gesetzlichen Vertreters oder eines Erfüllungsgehilfen von Selfhost beruhen.
12.2 Selfhost haftet unbeschränkt bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung von Selfhost, eines gesetzlichen Vertreters oder eines Erfüllungsgehilfen von Selfhost beruhen.
12.3 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet Selfhost nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
12.4 Im Übrigen ist die Haftung von Selfhost für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.
12.5 Die Haftung nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, sowie eine Haftung aus einer ausdrücklich übernommenen Garantie bleiben unberührt.
12.6 Soweit der Kunde Unternehmer, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist die Haftung von Selfhost in den Fällen der Ziffer 12.3 der Höhe nach auf die Summe der vertraglichen Entgelte begrenzt, die der Kunde für den Zeitraum von vierundzwanzig Monaten vor Eintritt des schadensbegründenden Ereignisses im Rahmen des konkreten Vertragsverhältnisses an Selfhost gezahlt hat. Die Haftungsbegrenzung nach Satz 1 gilt nicht in den Fällen der Ziffern 12.1, 12.2 und 12.5.
13. Datenschutz und Datenweitergabe bei Domainleistungen
13.1 Selfhost verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und sonstiger vom Kunden benannter Personen, soweit dies für die Anbahnung, Durchführung und Abwicklung des Vertrags sowie für die Erbringung der beauftragten Domainleistungen erforderlich ist. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung von Selfhost.
13.2 Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass personenbezogene Daten Dritter, die er Selfhost im Zusammenhang mit einer Domainleistung übermittelt, rechtmäßig bereitgestellt werden. Dies gilt insbesondere für Daten von Domaininhabern, administrativen, technischen oder sonstigen Ansprechpartnern sowie von Personen, für die der Kunde eine Domain registrieren, übertragen oder verwalten lässt.
13.3 Zur Registrierung, Verlängerung, Übertragung, Verwaltung, Verifizierung, Sperrung, Löschung oder sonstigen Abwicklung von Domains kann es erforderlich sein, personenbezogene Daten an Registrare, Registries, Vergabestellen, technische Dienstleister oder sonstige an der Domainvergabe und Domainverwaltung beteiligte Stellen zu übermitteln.
13.4 Die nach Ziffer 13.3 übermittelten Daten können insbesondere Name, Firma, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Domainname, technische Kontaktdaten, Nameserver- und DNS-Daten sowie sonstige für die jeweilige Domainleistung erforderliche Angaben umfassen.
13.5 Je nach zuständiger Registry, Vergabestelle, Registrar oder sonstiger beteiligter Stelle kann eine Übermittlung personenbezogener Daten auch in Staaten außerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums erforderlich sein. Einzelheiten, insbesondere zu Rechtsgrundlagen, Empfängern und etwaigen Drittlandübermittlungen, ergeben sich aus der Datenschutzerklärung von Selfhost.
13.6 Je nach Domainendung, Registry, Vergabestelle, Registrar und anwendbaren Registrierungsbedingungen können bestimmte Domain- und Kontaktdaten in öffentlichen oder nicht öffentlichen Domainabfrage-, WHOIS-, RDAP- oder vergleichbaren Auskunftssystemen verarbeitet, bereitgestellt oder auf berechtigte Anfrage offengelegt werden. Einzelheiten richten sich nach den jeweils anwendbaren Registrierungsbedingungen und Datenschutzinformationen.
13.7 Soweit Selfhost personenbezogene Daten aufgrund gesetzlicher Vorschriften, behördlicher Anordnungen, gerichtlicher Entscheidungen, verbindlicher Vorgaben einer Registry, Vergabestelle oder eines Registrars oder zur Bearbeitung von Domainstreitigkeiten, Abuse-Meldungen oder Sicherheitsvorfällen offenlegen muss, ist Selfhost hierzu im rechtlich zulässigen Umfang berechtigt.
13.8 Der Kunde ist verpflichtet, betroffene Dritte, deren personenbezogene Daten er Selfhost zur Verfügung stellt, über die Verarbeitung ihrer Daten im Zusammenhang mit der jeweiligen Domainleistung zu informieren, soweit der Kunde hierzu gesetzlich verpflichtet ist.
14. Webhosting, Speicherplatz und technische Verfügbarkeit
14.1 Soweit Selfhost Webhosting-Leistungen erbringt, stellt Selfhost dem Kunden Speicherplatz, technische Zugriffsmöglichkeiten und sonstige in der jeweiligen Leistungsbeschreibung bezeichnete Funktionen zur Nutzung im Rahmen des vereinbarten Tarifs bereit. Art, Umfang und Beschaffenheit der Leistungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess, der Auftragsbestätigung und diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
14.2 Der Kunde erhält keinen Anspruch auf eine bestimmte technische Infrastruktur, bestimmte Hardware, bestimmte Serverstandorte, bestimmte Softwareversionen oder eine bestimmte technische Konfiguration, soweit diese nicht ausdrücklich vereinbart sind. Selfhost ist berechtigt, technische Systeme, Software, Sicherheitsmechanismen und Infrastruktur anzupassen, soweit dies zur Erbringung, Sicherheit, Stabilität, Wartung oder Weiterentwicklung der Leistungen erforderlich und dem Kunden zumutbar ist.
14.3 Selfhost bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Webhosting-Leistungen. Eine bestimmte Verfügbarkeit oder Reaktionszeit schuldet Selfhost jedoch nur, wenn diese ausdrücklich vereinbart ist. Ausgenommen von einer zugesagten Verfügbarkeit sind insbesondere Zeiten notwendiger Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs von Selfhost, höhere Gewalt sowie Störungen von Netzen, Systemen oder Diensten Dritter.
14.4 Soweit Selfhost in einer Leistungsbeschreibung eine bestimmte Verfügbarkeit, insbesondere eine Verfügbarkeit von 99,9 %, zusagt, bezieht sich diese Zusage auf die Erreichbarkeit der von Selfhost betriebenen Systemkomponenten am Übergabepunkt zum Internet im Jahresmittel, soweit in der jeweiligen Leistungsbeschreibung nichts Abweichendes bestimmt ist. Nicht berücksichtigt werden Zeiten notwendiger Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen aufgrund von Software, Inhalten, Konfigurationen oder Betriebsweisen des Kunden, Störungen von Domains, DNS, Registries, Registraren oder Vergabestellen, höhere Gewalt, Angriffe Dritter, insbesondere DDoS-Angriffe, sowie Störungen von Netzen, Systemen oder Diensten Dritter außerhalb des Verantwortungsbereichs von Selfhost. Ansprüche auf pauschale Gutschriften oder Service Credits bestehen nur, soweit diese ausdrücklich vereinbart sind.
14.5 Selfhost darf Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates, Systemanpassungen und sonstige technisch erforderliche Maßnahmen durchführen. Selfhost wird planbare Wartungsarbeiten nach Möglichkeit mit angemessenem Vorlauf ankündigen, soweit dies nach Art und Dringlichkeit der Maßnahme zumutbar ist. Bei dringenden Maßnahmen, insbesondere zur Abwehr von Sicherheitsrisiken, Störungen oder Angriffen, ist eine vorherige Ankündigung nicht erforderlich.
14.6 Der Kunde ist für die von ihm oder auf seine Veranlassung gespeicherten, veröffentlichten oder übermittelten Inhalte verantwortlich. Selfhost ist nicht verpflichtet, Inhalte des Kunden rechtlich oder inhaltlich zu prüfen oder dauerhaft zu überwachen.
14.7 Der Kunde darf Webhosting-Leistungen nicht für rechtswidrige, missbräuchliche oder sicherheitsgefährdende Zwecke nutzen. Unzulässig ist insbesondere das Speichern, Verbreiten oder Zugänglichmachen rechtswidriger Inhalte, Schadsoftware, Phishing-Inhalten, Spam, Angriffswerkzeugen oder sonstiger Inhalte oder Anwendungen, die Rechte Dritter verletzen, gesetzliche Vorschriften missachten oder die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter beeinträchtigen können.
14.8 Der Kunde ist verpflichtet, die vereinbarten Speicher-, Leistungs- und Nutzungsgrenzen einzuhalten. Als „unlimitiert“ oder „unlimited“ bezeichnete Leistungen stehen dem Kunden im Rahmen einer üblichen, fairen und systemverträglichen Nutzung zur Verfügung und begründen keinen Anspruch auf eine Nutzung, die die Stabilität, Sicherheit oder Leistungsfähigkeit der Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter beeinträchtigt. Eine Nutzung, die den vereinbarten Tarif erheblich überschreitet, andere Kunden beeinträchtigt oder technische Schutz-, Begrenzungs- oder Sicherheitsmechanismen umgeht, ist unzulässig. Selfhost kann den Kunden in einem solchen Fall auffordern, die Nutzung anzupassen oder in einen geeigneten Tarif zu wechseln; Rechte von Selfhost nach den Regelungen zur Einschränkung und Sperrung von Leistungen bleiben unberührt.
14.9 Soweit Selfhost in der Leistungsbeschreibung tägliche automatische Backups bereitstellt, handelt es sich um systemseitige Datensicherungen nach Maßgabe der jeweiligen Leistungsbeschreibung. Umfang, Häufigkeit, Aufbewahrungsdauer und Wiederherstellungsmöglichkeiten richten sich nach dem vereinbarten Tarif. Backups ersetzen keine eigene Datensicherung des Kunden, soweit nicht ausdrücklich eine Backup-Leistung mit bestimmtem Wiederherstellungsumfang vereinbart wurde. Selfhost übernimmt keine Gewähr dafür, dass jede einzelne Datei, Datenbank, E-Mail, Konfiguration oder sonstige Information zu jedem beliebigen Zeitpunkt vollständig wiederhergestellt werden kann, soweit dies nicht ausdrücklich vereinbart ist.
14.10 Selfhost ist berechtigt, Dateien, Skripte, Anwendungen, Prozesse, Verbindungen oder sonstige technische Funktionen vorübergehend einzuschränken oder zu deaktivieren, soweit konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass hiervon Sicherheitsrisiken, Störungen, Rechtsverletzungen oder erhebliche Beeinträchtigungen der Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter ausgehen. Selfhost wird den Kunden hierüber informieren, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist.
14.11 Soweit Selfhost SSL-Zertifikate bereitstellt oder deren Aktivierung ermöglicht, kann die Bereitstellung über Dritte, insbesondere Zertifizierungsstellen wie Let’s Encrypt, erfolgen. Die Ausstellung, Verlängerung und Funktion eines SSL-Zertifikats kann von technischen Voraussetzungen, Domainvalidierungen, DNS-Einstellungen, Vorgaben der Zertifizierungsstelle und Mitwirkungshandlungen des Kunden abhängen. Selfhost schuldet die Bereitstellung eines bestimmten Zertifikatstyps oder einer bestimmten Zertifizierungsstelle nur, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist.
14.12 Nach Beendigung des Vertrags ist der Kunde verpflichtet, seine Inhalte, Datenbanken, Konfigurationen, E-Mails und sonstigen Daten rechtzeitig eigenständig zu sichern und zu exportieren. Selfhost ist nach Vertragsende berechtigt, die betreffenden Daten nach Ablauf einer angemessenen Frist zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder abweichenden Vereinbarungen entgegenstehen.
15. E-Mail-Dienste
15.1 Soweit Selfhost E-Mail-Dienste erbringt, stellt Selfhost dem Kunden im Rahmen des vereinbarten Tarifs E-Mail-Postfächer, E-Mail-Adressen, Weiterleitungen, Speicherplatz und technische Zugriffsmöglichkeiten, insbesondere über POP3, IMAP, SMTP oder Webmail, zur Verfügung. Art, Umfang und Beschaffenheit der Leistungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess, der Auftragsbestätigung und diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
15.2 Selfhost schuldet keine erfolgreiche Zustellung oder den erfolgreichen Empfang einzelner E-Mails, soweit die Zustellung oder der Empfang von Umständen außerhalb des Verantwortungsbereichs von Selfhost abhängt. Dies gilt insbesondere für empfangende oder absendende Mailserver Dritter, DNS-Einstellungen, Spam- oder Virenfilter, Blacklists, Greylisting, technische Störungen, fehlerhafte Empfängeradressen oder Sicherheitsmaßnahmen Dritter.
15.3 Selfhost ist berechtigt, angemessene technische Maßnahmen zum Schutz der E-Mail-Dienste, der Systeme von Selfhost, anderer Kunden und Dritter zu treffen. Hierzu gehören insbesondere Spamfilter, Virenfilter, Sicherheitsprüfungen, Versandbegrenzungen, Größenbegrenzungen für Nachrichten und Anhänge sowie Maßnahmen zur Verhinderung missbräuchlicher Nutzung.
15.4 Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass Spam-, Viren- und Sicherheitsfilter fehlerhaft arbeiten können. Es kann daher vorkommen, dass unerwünschte oder schädliche E-Mails nicht erkannt werden oder dass zulässige E-Mails als verdächtig eingestuft, zurückgewiesen, verzögert, markiert oder in einen Spam-Ordner verschoben werden.
15.5 Der Kunde darf E-Mail-Dienste nicht rechtswidrig oder missbräuchlich nutzen. Unzulässig ist insbesondere der Versand von Spam, Phishing-Nachrichten, Schadsoftware, virenhaltigen E-Mails, rechtswidriger Werbung oder sonstigen Nachrichten, die Rechte Dritter verletzen, gesetzliche Vorschriften missachten oder die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter beeinträchtigen können.
15.6 Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten zu E-Mail-Postfächern und E-Mail-Systemen sorgfältig zu verwahren, geheim zu halten und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Stellt der Kunde Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung eines E-Mail-Kontos fest, hat er Selfhost unverzüglich zu informieren und zumutbare Maßnahmen zur Sicherung des Kontos zu treffen.
15.7 Selfhost ist berechtigt, den Versand oder Empfang einzelner E-Mails vorübergehend abzulehnen, einzuschränken oder zu verzögern, soweit dies aus Gründen der Sicherheit, zur Vermeidung von Spam, zur Einhaltung technischer Standards, zur Abwehr von Schadsoftware oder zur Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Betriebs erforderlich ist.
15.8 Selfhost ist berechtigt, einzelne E-Mail-Konten, Weiterleitungen oder E-Mail-Funktionen vorübergehend einzuschränken oder zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige, missbräuchliche oder sicherheitsgefährdende Nutzung bestehen. Selfhost wird den Kunden hierüber informieren, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist. Die Regelungen zur Einschränkung und Sperrung von Leistungen bleiben unberührt.
15.9 Der Kunde ist verpflichtet, vereinbarte Speicherplatz-, Versand-, Empfangs- und sonstige Nutzungsgrenzen einzuhalten. Wird ein vereinbartes Speicherlimit erreicht oder überschritten, kann dies dazu führen, dass E-Mails nicht mehr empfangen, gespeichert oder verarbeitet werden können.
15.10 Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, ist der Kunde für die Sicherung, Archivierung und rechtlich erforderliche Aufbewahrung seiner E-Mails selbst verantwortlich. Von Selfhost bereitgestellte Sicherungen ersetzen keine eigene Datensicherung oder Archivierung des Kunden, soweit nicht ausdrücklich eine entsprechende Leistung vereinbart wurde.
15.11 Nach Beendigung des Vertrags oder der betreffenden E-Mail-Leistung ist der Kunde verpflichtet, seine E-Mails, Kontakte, Einstellungen und sonstigen Daten rechtzeitig eigenständig zu sichern und zu exportieren. Selfhost ist nach Vertragsende berechtigt, E-Mail-Postfächer, Weiterleitungen und darin gespeicherte Daten nach Ablauf einer angemessenen Frist zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder abweichenden Vereinbarungen entgegenstehen.
16. vServer
16.1 Soweit Selfhost vServer-Leistungen erbringt, stellt Selfhost dem Kunden im Rahmen des vereinbarten Tarifs virtuelle Serverressourcen, insbesondere Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Speicherplatz, Netzwerkzugang, IP-Adressen und technische Verwaltungsfunktionen zur Verfügung. Art, Umfang und Beschaffenheit der Leistungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess, der Auftragsbestätigung und diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
16.2 Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, handelt es sich bei vServer-Leistungen um nicht gemanagte Serverleistungen. Der Kunde ist für die Einrichtung, Konfiguration, Verwaltung, Aktualisierung, Absicherung und Überwachung des vServers sowie der darauf betriebenen Software, Dienste, Anwendungen und Inhalte selbst verantwortlich.
16.3 Der Kunde ist verpflichtet, den vServer so zu betreiben, dass die Sicherheit, Integrität, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Systeme von Selfhost, anderer Kunden, beteiligter Netzbetreiber und Dritter nicht beeinträchtigt wird. Der Kunde hat insbesondere angemessene Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, Zugangsdaten geheim zu halten, verfügbare Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen und unsichere oder veraltete Software nicht weiter zu betreiben, soweit hierdurch Sicherheitsrisiken entstehen können.
16.4 Der Kunde darf den vServer nicht rechtswidrig, missbräuchlich oder sicherheitsgefährdend nutzen. Unzulässig sind insbesondere der Betrieb oder die Verbreitung von Schadsoftware, Phishing-Angeboten, Spam, Botnetzen, offenen Proxies, offenen Mail-Relays, DDoS-Angriffen, Port- oder Netzwerkscans gegen fremde Systeme ohne Berechtigung, das Verschleiern oder Fälschen von Absender- oder Herkunftsinformationen sowie sonstige Nutzungen, die Rechte Dritter verletzen, gesetzliche Vorschriften missachten oder die Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter beeinträchtigen können.
16.5 Der Kunde ist verpflichtet, eine übermäßige oder missbräuchliche Ressourcennutzung zu vermeiden. Eine Nutzung ist insbesondere unzulässig, wenn sie die Stabilität oder Leistungsfähigkeit der Plattform beeinträchtigt, andere Kunden beeinträchtigt oder technische Schutz-, Begrenzungs- oder Sicherheitsmechanismen umgeht. Selfhost ist berechtigt, zum Schutz des Betriebs angemessene technische Begrenzungen vorzunehmen, soweit dies erforderlich und dem Kunden zumutbar ist.
16.6 Soweit Selfhost dem Kunden IP-Adressen bereitstellt, erhält der Kunde hieran kein Eigentum und keinen Anspruch auf dauerhafte Zuweisung einer bestimmten IP-Adresse, soweit dies nicht ausdrücklich vereinbart ist. Selfhost ist berechtigt, zugewiesene IP-Adressen aus technischen, organisatorischen oder rechtlichen Gründen zu ändern, wenn dies erforderlich und dem Kunden zumutbar ist.
16.7 Selfhost darf Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates, Systemanpassungen, Migrationen und sonstige technisch erforderliche Maßnahmen durchführen, soweit dies zur Sicherheit, Stabilität, Leistungsfähigkeit oder Weiterentwicklung der Infrastruktur erforderlich ist. Planbare Maßnahmen wird Selfhost nach Möglichkeit mit angemessenem Vorlauf ankündigen, soweit dies nach Art und Dringlichkeit der Maßnahme zumutbar ist. Bei dringenden Maßnahmen, insbesondere zur Abwehr von Sicherheitsrisiken, Störungen oder Angriffen, ist eine vorherige Ankündigung nicht erforderlich.
16.8 Eine bestimmte Verfügbarkeit, Wiederherstellungszeit oder Reaktionszeit schuldet Selfhost nur, wenn diese ausdrücklich vereinbart ist. Ausgenommen von einer vereinbarten Verfügbarkeit sind insbesondere Wartungszeiten, Störungen aufgrund von Software, Konfigurationen oder Betriebsweisen des Kunden, Angriffe Dritter, höhere Gewalt, Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs von Selfhost sowie Störungen von Netzen, Systemen oder Diensten Dritter.
16.9 Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, ist der Kunde für die Sicherung seiner auf dem vServer gespeicherten Daten, Anwendungen, Konfigurationen, Datenbanken, E-Mails und sonstigen Inhalte selbst verantwortlich. Von Selfhost bereitgestellte Snapshots, Images oder Backups ersetzen keine eigene Datensicherung des Kunden, soweit nicht ausdrücklich eine Backup-Leistung mit bestimmtem Umfang vereinbart wurde.
16.10 Selfhost ist berechtigt, einen vServer, einzelne Dienste, Netzwerkzugänge, IP-Adressen oder sonstige Funktionen vorübergehend einzuschränken oder zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige, missbräuchliche, sicherheitsgefährdende oder betriebsbeeinträchtigende Nutzung bestehen. Selfhost wird den Kunden hierüber informieren, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist. Die Regelungen zur Einschränkung und Sperrung von Leistungen bleiben unberührt.
16.11 Nach Beendigung der vServer-Leistung ist der Kunde verpflichtet, seine Daten, Anwendungen, Konfigurationen und sonstigen Inhalte rechtzeitig eigenständig zu sichern und zu exportieren. Selfhost ist nach Vertragsende berechtigt, den vServer und die darauf gespeicherten Daten nach Ablauf einer angemessenen Frist zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder abweichenden Vereinbarungen entgegenstehen.
17. Dyn-DNS
17.1 Soweit Selfhost Dyn-DNS-Leistungen erbringt, ermöglicht Selfhost dem Kunden im Rahmen des vereinbarten Tarifs, DNS-Einträge für Domains oder Subdomains automatisiert oder manuell zu aktualisieren, insbesondere zur Zuordnung eines Domainnamens zu einer wechselnden IP-Adresse. Art, Umfang und Beschaffenheit der Leistungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess, der Auftragsbestätigung und diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
17.2 Der Kunde ist für die richtige Einrichtung, Konfiguration und Nutzung der Dyn-DNS-Leistung verantwortlich. Dies gilt insbesondere für die Auswahl der betroffenen Domain oder Subdomain, die hinterlegte IP-Adresse, Aktualisierungsintervalle, Zugangsdaten, Update-URLs, API-Zugänge, Clients, Router, Skripte und sonstige vom Kunden eingesetzte Systeme.
17.3 Selfhost schuldet keine dauerhafte Erreichbarkeit der über Dyn-DNS angebundenen Systeme des Kunden. Die Erreichbarkeit kann insbesondere durch fehlerhafte Konfigurationen des Kunden, nicht oder verspätet übermittelte IP-Adressänderungen, DNS-Caching, TTL-Einstellungen, Störungen der Internetverbindung des Kunden, Störungen von Netzen oder Diensten Dritter, Sperren, Sicherheitsmaßnahmen oder technische Verzögerungen bei der DNS-Aktualisierung beeinträchtigt sein.
17.4 Selfhost ist berechtigt, technische Begrenzungen für Dyn-DNS-Leistungen vorzusehen, insbesondere hinsichtlich Aktualisierungshäufigkeit, Anzahl der verwalteten Einträge, zulässiger Domains oder Subdomains, API-Nutzung, Abrufintervallen und Sicherheitsmechanismen, soweit dies zur Stabilität, Sicherheit oder ordnungsgemäßen Erbringung der Leistung erforderlich und dem Kunden zumutbar ist.
17.5 Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten, Update-URLs, API-Schlüssel, Tokens oder sonstige Authentifizierungsdaten für Dyn-DNS-Leistungen sorgfältig zu verwahren, geheim zu halten und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Der Kunde hat Selfhost unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass solche Daten unbefugten Dritten bekannt geworden sind oder missbräuchlich genutzt werden.
17.6 Der Kunde darf Dyn-DNS-Leistungen nicht rechtswidrig, missbräuchlich oder sicherheitsgefährdend nutzen. Unzulässig ist insbesondere eine Nutzung für Phishing, Schadsoftware, Botnetze, Spam, Umgehung von Sperren, Angriffe auf Systeme Dritter, Verschleierung rechtswidriger Aktivitäten oder sonstige Zwecke, die Rechte Dritter verletzen, gesetzliche Vorschriften missachten oder die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter beeinträchtigen können.
17.7 Selfhost ist berechtigt, Dyn-DNS-Einträge, Update-Funktionen, API-Zugänge oder sonstige Dyn-DNS-Funktionen vorübergehend einzuschränken oder zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige, missbräuchliche, sicherheitsgefährdende oder betriebsbeeinträchtigende Nutzung bestehen. Selfhost wird den Kunden hierüber informieren, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist. Die Regelungen zur Einschränkung und Sperrung von Leistungen bleiben unberührt.
17.8 Änderungen an DNS-Einträgen können technisch bedingt erst verzögert wirksam werden. Selfhost übernimmt keine Gewähr dafür, dass DNS-Änderungen weltweit zu einem bestimmten Zeitpunkt wirksam werden oder von allen Netzen, Resolvern, Providern oder Endgeräten gleichzeitig berücksichtigt werden.
18. WordPress-Hosting
18.1 Soweit Selfhost WordPress-Hosting-Leistungen erbringt, stellt Selfhost dem Kunden im Rahmen des vereinbarten Tarifs eine für den Betrieb von WordPress vorgesehene Hosting-Umgebung sowie die in der jeweiligen Leistungsbeschreibung bezeichneten Funktionen zur Verfügung. Art, Umfang und Beschaffenheit der Leistungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Bestellprozess, der Auftragsbestätigung und diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
18.2 Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, schuldet Selfhost nicht die Erstellung, Gestaltung, Pflege, inhaltliche Betreuung oder laufende Administration der WordPress-Website. Der Kunde ist für Inhalte, Einstellungen, Benutzerkonten, Plugins, Themes, Medien, Formulare, Tracking-Tools, Schnittstellen und sonstige von ihm eingesetzte Funktionen selbst verantwortlich.
18.3 Soweit Selfhost eine WordPress-Installation, einen WordPress-Installer, ein WordPress-Toolkit, Staging-Funktionen, Caching, Sicherheitsfunktionen, Backups, Updates oder vergleichbare Zusatzfunktionen bereitstellt, richten sich Umfang, Voraussetzungen und Grenzen dieser Funktionen nach der jeweiligen Leistungsbeschreibung. Eine bestimmte Funktion, Updatehäufigkeit, Backupfrequenz, Wiederherstellungszeit, Kompatibilität oder Verfügbarkeit schuldet Selfhost nur, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist.
18.4 Soweit nicht ausdrücklich ein Managed-WordPress-Service vereinbart ist, ist der Kunde selbst dafür verantwortlich, WordPress, Plugins, Themes, PHP-Versionen und sonstige eingesetzte Komponenten aktuell, sicher und kompatibel zu halten. Dies gilt insbesondere für Sicherheitsupdates, veraltete oder nicht mehr unterstützte Komponenten sowie vom Kunden installierte oder aktivierte Erweiterungen.
18.5 Soweit ausdrücklich ein Managed-WordPress-Service vereinbart ist, ergeben sich die von Selfhost übernommenen Pflege-, Update-, Sicherheits-, Backup-, Monitoring- oder Supportleistungen ausschließlich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung oder gesonderten Vereinbarung. Nicht ausdrücklich übernommene Leistungen verbleiben in der Verantwortung des Kunden.
18.6 Der Kunde ist verpflichtet, nur solche Plugins, Themes, Skripte, Schnittstellen und sonstige Erweiterungen einzusetzen, zu deren Nutzung er berechtigt ist und die die Sicherheit, Stabilität und Leistungsfähigkeit der Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter nicht beeinträchtigen. Der Kunde ist insbesondere dafür verantwortlich, erforderliche Lizenzen, Nutzungsrechte und Aktualisierungen für von ihm eingesetzte Drittsoftware vorzuhalten.
18.7 Selfhost übernimmt keine Gewähr dafür, dass WordPress, Plugins, Themes, Skripte, Schnittstellen oder sonstige Erweiterungen dauerhaft miteinander kompatibel sind, fehlerfrei funktionieren oder nach Updates unverändert nutzbar bleiben, soweit Selfhost hierfür nicht aufgrund einer ausdrücklichen Vereinbarung verantwortlich ist.
18.8 Selfhost ist berechtigt, WordPress-Installationen, Plugins, Themes, Skripte, Prozesse, Schnittstellen oder sonstige Funktionen vorübergehend einzuschränken, zu deaktivieren oder technisch zu isolieren, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass hiervon Sicherheitsrisiken, Rechtsverletzungen, Störungen oder erhebliche Beeinträchtigungen der Systeme von Selfhost, anderer Kunden oder Dritter ausgehen. Selfhost wird den Kunden hierüber informieren, soweit dies nach den Umständen möglich und zumutbar ist. Die Regelungen zur Einschränkung und Sperrung von Leistungen bleiben unberührt.
18.9 Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, ist der Kunde für die Sicherung seiner WordPress-Website, Datenbanken, Medien, Konfigurationen, Themes, Plugins und sonstigen Inhalte selbst verantwortlich. Von Selfhost bereitgestellte Backups, Snapshots oder Wiederherstellungsfunktionen ersetzen keine eigene Datensicherung des Kunden, soweit nicht ausdrücklich eine Backup-Leistung mit bestimmtem Umfang vereinbart wurde.
18.10 Nach Beendigung der WordPress-Hosting-Leistung ist der Kunde verpflichtet, seine WordPress-Installation, Datenbanken, Medien, Themes, Plugins, Konfigurationen und sonstigen Inhalte rechtzeitig eigenständig zu sichern und zu exportieren. Selfhost ist nach Vertragsende berechtigt, die WordPress-Installation und die hierzu gespeicherten Daten nach Ablauf einer angemessenen Frist zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder abweichenden Vereinbarungen entgegenstehen.
19. Webdesign
19.1 Soweit Selfhost Webdesign-Leistungen erbringt, richten sich Art, Umfang und Beschaffenheit der Leistungen nach der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Angebot, der Auftragsbestätigung, einem Pflichtenheft, einer gesonderten Vereinbarung und diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
19.2 Webdesign-Leistungen können insbesondere Konzeption, Gestaltung, technische Umsetzung, Einrichtung eines Content-Management-Systems, Anpassung von Templates, Erstellung einzelner Seiten, Einbindung von Inhalten, Formularen, Plugins, Tracking-Tools, Schnittstellen oder sonstigen Funktionen umfassen, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist. Nicht ausdrücklich vereinbarte Leistungen sind nicht geschuldet.
19.3 Der Kunde ist verpflichtet, Selfhost alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugangsdaten, Inhalte, Texte, Bilder, Logos, Grafiken, Videos, rechtlichen Pflichtangaben, Freigaben und sonstigen Materialien rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Verzögerungen, die auf einer fehlenden oder verspäteten Mitwirkung des Kunden beruhen, verlängern vereinbarte Leistungsfristen angemessen.
19.4 Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm bereitgestellten Inhalte, Materialien und Vorgaben rechtmäßig sind und keine Rechte Dritter verletzen. Dies gilt insbesondere für Urheberrechte, Markenrechte, Namensrechte, Persönlichkeitsrechte, Datenschutzrecht, Wettbewerbsrecht und sonstige gesetzliche Vorschriften.
19.5 Selfhost ist nicht verpflichtet, vom Kunden bereitgestellte Inhalte, Materialien, Vorgaben oder rechtliche Pflichtangaben rechtlich zu prüfen. Dies gilt insbesondere für Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner, Pflichtinformationen, Werbeaussagen, Produktangaben, Preisangaben und sonstige rechtlich relevante Inhalte, soweit eine rechtliche Prüfung nicht ausdrücklich vereinbart ist.
19.6 Soweit eine Webdesign-Leistung die Einrichtung von Seiten für Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweise oder sonstige rechtliche Pflichtangaben umfasst, schuldet Selfhost ohne ausdrückliche gesonderte Vereinbarung nur die technische Einbindung oder Gestaltung der vom Kunden bereitgestellten Rechtstexte oder Inhalte. Die rechtliche Erstellung, Prüfung oder Aktualisierung solcher Rechtstexte ist nicht geschuldet.
19.7 Entwürfe, Zwischenergebnisse, Layouts, Designs, Konzepte, Testversionen oder sonstige Arbeitsergebnisse sind vom Kunden innerhalb einer von Selfhost gesetzten angemessenen Frist zu prüfen und freizugeben oder mit konkreten Änderungswünschen zu beanstanden. Erfolgt innerhalb der Frist keine Rückmeldung, darf Selfhost die weitere Leistungserbringung auf Grundlage des zuletzt übermittelten Stands fortsetzen, sofern Selfhost den Kunden hierauf zuvor hingewiesen hat.
19.8 Soweit Selfhost ein abnahmefähiges Werk schuldet, ist der Kunde verpflichtet, das vertragsgemäß hergestellte Werk nach Bereitstellung abzunehmen. Wegen unwesentlicher Mängel darf die Abnahme nicht verweigert werden. Selfhost kann dem Kunden zur Abnahme eine angemessene Frist setzen. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
19.9 Änderungen oder Erweiterungen des vereinbarten Leistungsumfangs nach Vertragsschluss bedürfen einer gesonderten Vereinbarung. Selfhost ist berechtigt, den hierdurch entstehenden Mehraufwand gesondert zu berechnen, soweit der Kunde die Änderungen oder Erweiterungen beauftragt hat und Selfhost vor Ausführung auf die zusätzliche Vergütung hingewiesen hat oder diese nach den Umständen erkennbar war.
19.10 Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, sind in der vereinbarten Vergütung ein Entwurfenthalten. Weitere Korrekturschleifen, Änderungen nach Freigabe oder Abnahme sowie Änderungswünsche, die auf nachträglichen Vorgaben des Kunden beruhen, können nach Aufwand gesondert berechnet werden, soweit Selfhost den Kunden vor Ausführung hierauf hinweist.
19.11 Selfhost räumt dem Kunden nach vollständiger Zahlung der vereinbarten Vergütung die für den vertraglich vorausgesetzten Zweck erforderlichen Nutzungsrechte an den von Selfhost erstellten Arbeitsergebnissen ein. Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht zur Nutzung der Arbeitsergebnisse für die eigene Website und eigene Unternehmensdarstellung.
19.12 Eine Übertragung, Unterlizenzierung, Bearbeitung oder Nutzung der Arbeitsergebnisse für andere Projekte, andere Websites, andere Unternehmen oder sonstige Zwecke ist nur zulässig, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist oder sich aus dem Vertragszweck ergibt.
19.13 An Entwürfen, Konzepten, Quellmaterialien, Arbeitsdateien, Vorlagen, Tools, Skripten, Entwicklungsumgebungen, Know-how, allgemeinen Gestaltungsgrundlagen und sonstigen Materialien, die nicht ausdrücklich als übergebenes Arbeitsergebnis vereinbart sind, werden keine Nutzungsrechte eingeräumt, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
19.14 Rechte an Drittmaterialien, insbesondere Stockfotos, Schriftarten, Icons, Themes, Plugins, Templates, Software, Bibliotheken oder sonstigen Komponenten Dritter, richten sich ausschließlich nach den jeweiligen Lizenzbedingungen der Rechteinhaber. Der Kunde ist verpflichtet, diese Lizenzbedingungen einzuhalten, soweit er solche Drittmaterialien nutzt oder weiternutzt.
19.15 Soweit der Kunde Selfhost mit der Beschaffung oder Einbindung von Drittmaterialien beauftragt, gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen der Anbieter. Eine Übertragung weitergehender Rechte an den Kunden erfolgt nur, soweit Selfhost hierzu berechtigt ist und dies ausdrücklich vereinbart wurde.
19.16 Selfhost darf die für den Kunden erstellte Website und erbrachte Webdesign-Leistungen als Referenz nennen und zu diesem Zweck Name, Firma, Logo, Screenshots und eine kurze Projektbeschreibung verwenden, soweit der Kunde dem nicht aus berechtigtem Grund widerspricht. Gegenüber Verbrauchern gilt dies nur, wenn der Kunde ausdrücklich eingewilligt hat.
19.17 Selfhost schuldet Suchmaschinenoptimierung, bestimmte Rankings, bestimmte Besucherzahlen, bestimmte Ladezeiten, Barrierefreiheit, bestimmte rechtliche Konformität, bestimmte Conversion-Raten oder wirtschaftliche Erfolge nur, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist. Soweit eine technische oder grundlegende Suchmaschinenoptimierung vereinbart ist, umfasst diese ohne abweichende Vereinbarung lediglich marktübliche technische Grundeinstellungen, insbesondere Struktur, Seitentitel, Meta-Angaben, Ladezeitoptimierung im Rahmen der technischen Möglichkeiten und suchmaschinenfreundliche Grundkonfiguration; ein bestimmtes Ranking oder ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg wird nicht geschuldet.
19.18 Nach Fertigstellung, Abnahme oder Freigabe schuldet Selfhost Pflege, Wartung, Aktualisierung, Support, Inhaltsänderungen, Sicherheitsupdates oder Weiterentwicklung der Website nur, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist.
20. Auftragsverarbeitung
20.1 Soweit Selfhost im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet und der Kunde insoweit Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung ist, erfolgt die Verarbeitung nach Maßgabe eines gesonderten Vertrags zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.
20.2 Der Kunde ist dafür verantwortlich zu prüfen, ob die von ihm beauftragten Leistungen eine Auftragsverarbeitung erfordern. Dies kann insbesondere bei Webhosting, E-Mail-Diensten, vServern, WordPress-Hosting, Kontaktformularen, Datenbanken, Logfiles, Kundenbereichen oder sonstigen Anwendungen der Fall sein, über die personenbezogene Daten verarbeitet werden.
20.3 Soweit eine Auftragsverarbeitung vorliegt, wird der Vertrag zur Auftragsverarbeitung Bestandteil des Vertragsverhältnisses zwischen Selfhost und dem Kunden. Widersprechen Regelungen dieses Abschnitts oder dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung, gehen die Regelungen des Vertrags zur Auftragsverarbeitung für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag vor.
20.4 Selfhost verarbeitet personenbezogene Daten, die einer Auftragsverarbeitung unterliegen, nur nach Maßgabe des Vertrags zur Auftragsverarbeitung und der dokumentierten Weisungen des Kunden, soweit Selfhost nicht aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu einer Verarbeitung verpflichtet ist.
20.5 Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung der von ihm auf den Systemen von Selfhost gespeicherten, übermittelten oder sonst verarbeiteten personenbezogenen Daten verantwortlich. Dies gilt insbesondere für die Zulässigkeit der Erhebung, Speicherung, Nutzung, Veröffentlichung, Übermittlung, Löschung und sonstigen Verarbeitung dieser Daten.
20.6 Selfhost ist berechtigt, Unterauftragsverarbeiter einzusetzen, soweit dies im Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorgesehen ist oder der Kunde hierzu nach Maßgabe des Vertrags zur Auftragsverarbeitung zugestimmt hat.
20.7 Nach Beendigung der jeweiligen Leistung gelten für die Rückgabe und Löschung personenbezogener Daten die Regelungen des Vertrags zur Auftragsverarbeitung sowie die jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften. Vertragliche Regelungen zur Sicherung, Exportpflicht und Löschung von Daten nach Vertragsende bleiben unberührt, soweit sie dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung nicht widersprechen.
21. Unentgeltliche Leistungen und selfHOST Free
21.1 Soweit Selfhost unentgeltliche Leistungen bereitstellt, insbesondere einen kostenlosen Account, kostenlose Subdomains oder unentgeltliche Dyn-DNS-Funktionen, ergeben sich Art, Umfang und Grenzen der Leistung aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung.
21.2 Unentgeltliche Leistungen können gegenüber entgeltlichen Leistungen funktional, technisch oder organisatorisch eingeschränkt sein. Ein Anspruch auf bestimmte Funktionen, bestimmte Subdomains, bestimmte Verfügbarkeit, bestimmte Speicherkapazitäten, bestimmte DNS-Funktionen oder dauerhafte Bereitstellung besteht nur, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist.
21.3 Bei unentgeltlich bereitgestellten Subdomains erhält der Kunde kein Eigentum und kein dauerhaftes ausschließliches Recht an der zugrunde liegenden Domain. Selfhost bleibt berechtigt, unentgeltlich bereitgestellte Subdomains aus sachlichem Grund zu ändern, einzuschränken, zu sperren oder zu beenden, insbesondere bei Rechtsverletzungen, Missbrauch, Sicherheitsrisiken, technischen Erfordernissen oder Einstellung des unentgeltlichen Angebots.
21.4 Selfhost ist berechtigt, unentgeltliche Leistungen mit angemessener Ankündigungsfrist zu ändern, einzuschränken oder einzustellen, soweit dem Kunden dies zumutbar ist. Eine vorherige Ankündigung ist nicht erforderlich, wenn sofortiges Handeln wegen Rechtsverletzungen, Missbrauch, Sicherheitsrisiken, behördlicher oder gerichtlicher Vorgaben oder zur Aufrechterhaltung eines sicheren Betriebs erforderlich ist.
21.5 Der Kunde ist verpflichtet, vor Beendigung einer unentgeltlichen Leistung eigene Inhalte, Daten, Konfigurationen oder sonstige Informationen rechtzeitig zu sichern. Selfhost ist nach Beendigung berechtigt, die betreffenden Daten nach Ablauf einer angemessenen Frist zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
22. Meldung rechtswidriger Inhalte und Maßnahmen nach dem Digital Services Act
22.1 Soweit Selfhost Hostingdienste oder sonstige Vermittlungsdienste im Sinne der Verordnung (EU) 2022/2065 über digitale Dienste erbringt, gelten ergänzend die nachfolgenden Regelungen.
22.2 Der Kunde darf über die Leistungen von Selfhost keine rechtswidrigen Inhalte speichern, veröffentlichen, übermitteln oder zugänglich machen. Rechtswidrige Inhalte sind insbesondere Inhalte, deren Bereitstellung, Speicherung, Veröffentlichung oder Verbreitung gegen gesetzliche Vorschriften verstößt oder Rechte Dritter verletzt.
22.3 Hinweise auf rechtswidrige Inhalte oder eine rechtswidrige Nutzung der Dienste von Selfhost können über die von Selfhost bereitgestellten Kontaktwege, insbesondere über die auf der Website angegebene Support- oder Kontaktmöglichkeit, übermittelt werden.
22.4 Eine Meldung soll möglichst genau und nachvollziehbar sein und insbesondere enthalten:
a. eine hinreichend begründete Erklärung, warum die meldende Person den betreffenden Inhalt oder die betreffende Nutzung für rechtswidrig hält,
b. die genaue elektronische Adresse oder sonstige Angaben, die eine eindeutige Lokalisierung des Inhalts ermöglichen,
c. Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person, soweit nicht gesetzlich eine anonyme Meldung zulässig ist, und
d. eine Erklärung, dass die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen richtig und vollständig sind.
22.5 Selfhost prüft ordnungsgemäße Meldungen zeitnah, sorgfältig, frei von Willkür und unter Berücksichtigung der Rechte und berechtigten Interessen der Beteiligten. Selfhost ist berechtigt, hierfür vom Kunden oder von der meldenden Person weitere Informationen anzufordern, soweit dies erforderlich und zumutbar ist.
22.6 Liegen konkrete Anhaltspunkte für rechtswidrige Inhalte oder eine rechtswidrige Nutzung vor, kann Selfhost angemessene Maßnahmen nach Maßgabe dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ergreifen. Hierzu gehören insbesondere die Entfernung oder Sperrung von Inhalten, die Einschränkung oder Sperrung von Leistungen, die Verwarnung des Kunden, die vorübergehende oder dauerhafte Sperrung eines Zugangs oder die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund.
22.7 Selfhost wird dem betroffenen Kunden die wesentlichen Gründe einer Maßnahme mitteilen, soweit dies gesetzlich erforderlich ist und keine überwiegenden rechtlichen, behördlichen, sicherheitsbezogenen oder berechtigten Interessen Dritter entgegenstehen.
22.8 Bei offensichtlich unbegründeten, missbräuchlichen oder wiederholten Meldungen oder Beschwerden kann Selfhost die Bearbeitung solcher Meldungen einschränken, soweit dies nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften zulässig ist.
22.9 Gesetzliche Pflichten von Selfhost zur Zusammenarbeit mit Behörden, zur Umsetzung gerichtlicher oder behördlicher Anordnungen sowie zur Meldung bestimmter Verdachtsfälle bleiben unberührt.
23. Anbieterwechsel und Datenexport bei Datenverarbeitungsdiensten
23.1 Soweit Leistungen von Selfhost als Datenverarbeitungsdienste im Sinne der Verordnung (EU) 2023/2854 gelten, unterstützt Selfhost den Kunden nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der jeweiligen Leistungsbeschreibung bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter oder zu einer eigenen IKT-Infrastruktur.
23.2 Der Kunde ist verpflichtet, einen gewünschten Wechsel oder Datenexport rechtzeitig anzukündigen und alle hierfür erforderlichen Mitwirkungshandlungen vorzunehmen. Hierzu gehören insbesondere die Benennung der zu exportierenden Daten, die Auswahl geeigneter Exportwege, die Bereitstellung erforderlicher Zugangsdaten oder Zielsysteme sowie die Prüfung der exportierten Daten.
23.3 Selfhost stellt dem Kunden die bei Selfhost gespeicherten, exportierbaren Daten nach Maßgabe der jeweiligen technischen Möglichkeiten, der Leistungsbeschreibung und der gesetzlichen Vorschriften in einem verfügbaren, geeigneten und verhältnismäßigen Format bereit. Ein Anspruch auf eine bestimmte technische Schnittstelle, ein bestimmtes Zielformat oder eine vollständige Migration in ein System eines Drittanbieters besteht nur, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben oder ausdrücklich vereinbart ist.
23.4 Der Datenexport und Anbieterwechsel kann durch technische, rechtliche oder organisatorische Umstände beschränkt sein. Dies gilt insbesondere für Daten, die nicht im Einflussbereich von Selfhost liegen, für proprietäre Systeme oder Software Dritter, für lizenzrechtlich geschützte Bestandteile, für Konfigurationen fremder Anbieter, für Passwörter oder Zugangsdaten, die Selfhost nicht im Klartext vorliegen, sowie für Daten, deren Herausgabe gesetzlich unzulässig ist.
23.5 Selfhost ist nicht verpflichtet, Dienste, Software, Lizenzen, Funktionalitäten oder technische Umgebungen eines anderen Anbieters nachzubilden oder die Funktionsfähigkeit der exportierten Daten in einer fremden Umgebung sicherzustellen, soweit dies nicht ausdrücklich vereinbart ist oder zwingende gesetzliche Vorschriften etwas anderes bestimmen.
23.6 Nach Abschluss des Anbieterwechsels oder nach Beendigung des Vertrags ist der Kunde verpflichtet, die Vollständigkeit und Nutzbarkeit der exportierten Daten unverzüglich zu prüfen. Regelungen zur Löschung von Daten nach Vertragsende, zur Auftragsverarbeitung und zu gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.
23.7 Entgelte für Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit einem Anbieterwechsel oder Datenexport dürfen nur erhoben werden, soweit dies gesetzlich zulässig und vereinbart ist.
24. Schlussbestimmungen
24.1 Vertragssprache ist Deutsch. Soweit Selfhost Übersetzungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen, der Website oder sonstiger Vertragsunterlagen bereitstellt, ist im Fall von Widersprüchen oder Auslegungszweifeln die deutsche Fassung maßgeblich, soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen.
24.2 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dem Kunden dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates entzogen wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
24.3 Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis der Sitz von Selfhost. Selfhost bleibt jedoch berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
24.4 Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Eine Gerichtsstandsvereinbarung wird gegenüber Verbrauchern nur getroffen, soweit sie gesetzlich zulässig ist.
24.5 Selfhost ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung zur Teilnahme besteht.
24.6 Soweit in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen Textform vorgesehen ist, genügt hierfür insbesondere eine Erklärung per E-Mail, sofern nicht zwingende gesetzliche Vorschriften oder eine ausdrückliche Vereinbarung eine strengere Form verlangen.
24.7 Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
Stand 01.06.2026